Belletristik

Die Zerstörung der Leidenschaft
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Lange Jahre war Dr. Gottfried Mühelich als Biochemiker in der Forschung einer Pharmafirma tätig gewesen. Diese Pharmafirma hat im Zuge einer Übernahme durch einen Pharmakonzern ihre Forschungsarbeiten eingestellt und das Beschäftigungsverhältnis mit allen in der Forschung tätigen Mitarbeitern aufgelöst.

Die Hintergründe und Folgen dieser Entscheidung wurden in dem Roman “Die Macht des Schwachsinns“ mit dessen Hauptfigur, dem Mediziner und Pharmaforscher Dr. Gregor Retzlich, bereits in großer Tiefe dargestellt.

Während mit der Auflösung des Forschungsbereiches dieser Pharmafirma das Forscherleben für Gregor Retzlich endete, findet Gottfried die Kraft, sich eigenständig eine neue Existenz aufzubauen.

Hier genau beginnt die vorliegende Erzählung. 

Gottfried gründet zur Weiterführung seiner Forschungsarbeiten eine eigene Firma, und schließt für deren Finanzierung Verträge mit einem Investor ab. Jedoch zeigen sich schon bald der Unverstand und die Habgier dieses Investors. Er verweigert die vertragsgemäße Auszahlung von Darlehen, um günstigere Bedingungen zu erpressen. Gottfried versucht, seine Firma, die in ihrer wissenschaftlichen Arbeit bereits erfolgreich ist, durch einen neuen Finanzpartner zu retten. Doch dieser wird vom Investor mit überzogenen Forderungen abgeschreckt. Forderungen des Investors, stattdessen das Privatvermögen von Gottfried zur Finanzierung der Firma heranzuziehen, werden von ihm abgelehnt. Schlussendlich sieht sich Gottfried wegen drohender Insolvenz gezwungen, von der Geschäftsführung seiner Firma zurückzutreten. Nachdem Anstrengungen des Investors scheitern, die Erfindung der Firma zu einem hohen Preis zu verkaufen, versucht er, Gottfried durch fadenscheinige Schadensersatzforderungen zur kostenlosen Mitarbeit in der Firma zu zwingen und als das misslingt, zeigt er Gottfried wegen Untreue und Betruges bei der Staatsanwaltschaft an.

Noch bevor auf Gottfried all diese Enttäuschungen mit seiner Firma einstürmen, überrascht ihn seine von ihm getrennt lebende Frau, eine angesehene Ärztin, mit einem Kinderwunsch. Gottfried hat aus erster Ehe bereits drei Kinder. Gottfried will kein weiteres Kind haben. Er sieht sich selber wie auch seine Frau als zu alt an fürs Kinderkriegen. Des Weiteren befürchtet er, dass ein Kind ihn nur bei seiner Forschungsarbeit behindern würde. Da er jedoch die Aussichten einer Schwangerschaft wegen des fortgeschrittenen Alters seiner Frau als sehr gering einschätzt, geht er trotz der Ablehnung eines Kindes auf ihre Liebkosungen ein.

Entgegen seiner Erwartung wird seine Frau schwanger. Eine Abtreibung lehnt sie ab. Als hätte Gottfried es geahnt, gebärt sie ein erbkrankes Kind, welches nur wenige Monate zu leben vermag. Während seine Frau sich von ihren beruflichen Pflichten freistellen lässt, um sich voll der Pflege ihres Kindes widmen zu können, verweigert Gottfried jeglichen Kontakt zu diesem Kind. Unter dem Eindruck dieser Erlebnisse lässt sich seine Frau von Gottfried scheiden. Erst nach der Beerdigung des Kindes kann er sich überwinden, die Nähe zu seinem Kind zumindest an dessen Grabstätte zu suchen.

Weder das Schicksal seines Kindes noch die Scheidung von seiner Frau sind in der Lage, Gottfried aus dem Gleichgewicht zu bringen. Dagegen verfällt er in tiefe Zukunftsängste angesichts der Entscheidung des Staatsanwaltes, auf Grund der Anzeige des Investors bei Gericht Klage zu erheben. Kopflos vor Angst unternimmt Gottfried einen langen Kraftmarsch. In der Abenddämmerung stürzt er, liegt hilflos im Morast eines Waldweges, wird dort von einem zufällig vorbeifahrenden Fahrradfahrer aufgegriffen und zu einem nahe gelegenen Gasthaus gebracht, welches sich als Edelbordell entpuppt. Zur Überraschung von Gottfried ist der Fahrradfahrer in diesem Bordell als Seelsorger tätig.

Als Gottfried wider Erwarten vom Gericht in der ersten Instanz für schuldig gesprochen wird, nehmen seine Ängste überhand. In dieser Lage sucht Gottfried um Hilfe und erinnert sich an den Fahrradfahrer als einzigem Menschen, dem er in dieser Lage Vertrauen schenken könnte. Gottfried lässt sich zum Bordell fahren und muss dort auf den Fahrradfahrer warten. In dieser Wartezeit wird Gottfried von einer Hure in ihr Zimmer gelockt, kann dort aber ihre Dienste nicht in Anspruch nehmen, weil seine Angst ihn lähmt.

Anschließend trifft Gottfried an der Bar den Fahrradfahrer. Beide kommen in ein immer wieder stockendes Gespräch, in welchem der Fahrradfahrer von seinem Priesterberuf erzählt, von den Gründen seiner Entlassung aus den Diensten der Amtskirche und von seiner Leidenschaft, trotz seiner Entlassung und trotz seiner Kritik an der Amtskirche weiterhin als Seelsorger tätig zu sein. Obwohl die Erfahrungen, Ansichten und Ratschläge des Fahrradfahrers eine Hilfe für Gottfried bei der Bewältigung seiner Ängste sein könnten, findet er nicht die Kraft, aus seinem selbst gestrickten Käfig herauszutreten, seine Einsamkeit zu durchbrechen und zumindest zu seinen Kindern aus erster Ehe oder zu seinen Frauen Verbindungen aufnehmen zu wollen.

Als im Berufungsverfahren der Schuldspruch vom Gericht aufgehoben und die Klage des Investors abgelehnt wurde, kann diese glückliche Nachricht Gottfried nicht mehr aufrütteln und zu einem Neuanfang bewegen. Er fühlt sich wie ausgebrannt. Seine Forschungsleidenschaft ist einer tief sitzenden Enttäuschung und Unzufriedenheit über sein Leben und seine Arbeit gewichen.

In ihm ist eine lähmende Leere entstanden, ohne Ziel und Hoffnung und ohne eine Beziehung zu seinen Frauen, seinen Kindern oder zu irgendeinem anderen, ihm lieb gesonnenen Menschen. Als altem Mann verbleiben ihm nur noch die Einsamkeit und das Selbstmitleid. 

 

Wieder einmal überzeugt Jens Kleinbäuerle durch die meisterhafte Darstellung der Charaktere, die Zwangsläufigkeit der Handlungen, durch deren Dramatik, durch den fantastischen Bezug zur Wirklichkeit, durch die Tiefgründigkeit und die Logik der Gedanken und Zwiegespräche und durch eine enorme, von der ersten bis zur letzten Seite dauernde, den Leser fesselnde, ja sogar Gänsehaut verursachende Spannung.

 

Die Macht des Schwachsinns
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Im Mittelpunkt dieses fiktiven Romans steht Gregor Retzlich, welcher nach dem Medizinstudium seine Leidenschaft für die Forschung entdeckt. Im Anschluss an seine Doktorarbeit will er am Institut seines Doktorvaters durch den Aufbau einer eigenen Arbeitsgruppe eine wissenschaftliche Karriere machen, doch das Schicksal ist gegen ihn.

Seine Kooperationspartner am Institut verlieren durch Frauengeschichten ihre wissenschaftliche Leistungsfähigkeit und ein von seinem Doktorvater vermittelter Freund, welcher Gregor bei dem Einwerben von Fördergeldern helfen soll, entpuppt sich als Betrüger, der bei seinen Anträgen zur Finanzierung seiner eigenen Arbeitsgruppe Ideen verwendet, die er von Gregor gestohlen hat. Gregor kämpft zwar um sein Urheberrecht, muss aber mangels eindeutiger Beweise den Kürzeren ziehen, das Institut verlassen und in die freie Wirtschaft wechseln.

In einer Pharmafirma versucht Gregor, seine Forschungsideen zu verwirklichen. Hierzu muss er sich mit den Gepflogenheiten in dieser Pharmafirma vertraut machen, welche für ihn teils verwunderlich, teils verwirrend und unverständlich sind. Er erfährt, dass sein direkter Vorgesetzter, ein überheblicher, flegelhaft und autoritär sich verhaltender Forschungsleiter die Forschungsplanung nach seinen persönlichen Interessen und zu Lasten der Firma ausrichtet und hierbei seinem Forschungsvorstand nacheifert. Gemeinsam mit diesem und mit Unterstützung einer Beraterfirma legt der Forschungsleiter strategische Ziele für die Firma fest, die Gregor als unsinnig und wirklichkeitsfremd ansieht. Doch der Forschungsleiter lässt keine Erörterung der Strategie zu, sondern weitet die Verwaltung und Kontrolle aus, um seine Strategie durchzusetzen.

Anstatt dass Gregor seine Ideen mit einem eigenen Forschungsprojekt zügig umsetzen kann, muss er auf Anordnung des Forschungsleiters vorrangig die von diesem bevorzugten Entwicklungsprodukte bearbeiten. Im Zuge dieser Arbeit erkennt Gregor, dass die Wirksamkeit der Entwicklungsprodukte mangelhaft ist. Der Forschungsleiter verweigert sich dieser Erkenntnis, schönt stattdessen die von Gregor vorgelegten Ergebnisse und befiehlt Gregor, sein eigenes Forschungsprojekt zurückzustellen und die Entwicklungsprodukte voranzutreiben. Gregor kann somit sein eigenes Forschungsprojekt nur noch außerhalb der Dienstzeiten und in Zusammenarbeit mit auswärtigen Forschungsinstituten weiterverfolgen.

Als auch die klinische Prüfung der Entwicklungsprodukte Zweifel an deren Wirksamkeit aufkommen lässt, fordert der Forschungsleiter Gregor auf, alle bisherigen Ergebnisse dieser Zusammenarbeit zu berichten. Aus den vorgelegten Ergebnissen wählt der Forschungsleiter eigenmächtig ein neues Entwicklungsprodukt aus. Durch die Benennung eines weiteren Entwicklungsproduktes beabsichtigt er, den Wert der Pharmafirma zu halten, wenn nicht sogar zu steigern. Da Gregor die vergleichenden Untersuchungen der Wirksubstanzen in seinem Forschungsprojekt noch nicht abgeschlossen hat, hält er die Festlegung des Forschungsleiters für voreilig und falsch, kann sie aber nicht verhindern.

Gregor muss nun mit ansehen, wie zum einen eine ungeeignete Wirkstoffsubstanz aus seinem Forschungsprojekt mit aller Macht als Entwicklungsprodukt vorangetrieben wird und wie zum anderen die von ihm erarbeiteten Ergebnisse aus seinem Forschungsprojekt vom Forschungsleiter als dessen eigene wissenschaftliche Verdienste öffentlich dargestellt werden.

Auch Gregor wird gezwungen, alle seine Kräfte ausschließlich auf die weitere Bearbeitung des voreilig festgelegten neuen Entwicklungsproduktes einsetzen. Für ihn ist es jedoch voraussehbar, dass auch dieses Entwicklungsprodukt scheitern wird und dadurch nicht nur die Existenz der Pharmafirma bedroht ist, sondern auch der Erfolg seines eigenen Forschungsprojektes.

Um dieser Bedrohung zu entgehen, verstärkt Gregor in seiner Freizeit die Arbeit an seinem Forschungsprojekt und die Zusammenarbeit mit auswärtigen Forschungsinstituten. Deren Ergebnisse sind derart überzeugend, dass Gregors Kooperationspartner sie veröffentlichen wollen. Gregor muss beim Forschungsleiter um die Genehmigung dieser Veröffentlichung nachfragen. Hierbei versucht der Forschungsleiter, als Koautor in diese Veröffentlichung aufgenommen zu werden. Als seine Anstrengungen ins Leere laufen, untersagt er die Veröffentlichung.

Trotz des Verbotes des Forschungsleiters veröffentlichen die Kooperationspartner ihre Ergebnisse am Forschungsprojekt, wobei sie Gregor als leitenden Koautor aufführen. Die Veröffentlichung beeindruckt die Fachwelt derart, dass Gregor für seine wissenschaftlichen Verdienste den alle drei Jahre ausgeschriebenen Preis der Wissenschaftsvereinigung verliehen bekommt.

Zur gleichen Zeit verkündet der Vorstand der Pharmafirma, mit einem Mitbewerber fusionieren zu wollen. Offizielle Begründung der Fusion ist die gemeinsame Stärke, welche es ermöglicht, die als hochattraktiv bezeichneten Entwicklungsprodukte der Pharmafirma in den Markt einzuführen. In Hinblick auf die im Zuge der Fusion anstehende Sorgfaltsprüfung aller vorliegenden Produktbewertungen versucht der Vorstand, durch verlockende Karriereversprechungen Gregor zu einer Neubewertung der von ihm als mangelhaft wirksam eingestuften Entwicklungsprodukte zu bewegen. Als Gregor sich von diesen Versprechungen nicht beeinflussen lässt, beauftragt der Forschungsleiter die Beratungsfirma mit dieser Neubewertung.

Die Fusion wird mit Hilfe der Beratungsfirma durchgeführt und hat einen erheblichen Anstieg des Börsenkurses der Pharmafirma zur Folge. In der aus der Fusion neu entstandenen Firma rücken der ehemalige Forschungsleiter zum Forschungsvorstand und der ehemalige Forschungsvorstand zum Aufsichtsratsmitglied auf.

Mit Hilfe der Beraterfirma wird für die neue Firma eine Strategie entwickelt, deren Zielsetzung der neue Forschungsvorstand Gregor vorstellt. Da diese Strategie ähnlich ist der Strategie der alten Pharmafirma, beurteilt sie Gregor gleichermaßen als unsinnig und nicht zu verwirklichen. Daraufhin wird ihm vom neuen Forschungsvorstand die Auflösung des Beschäftigungsverhältnisses angedroht.

Kurze Zeit später erfährt Gregor, dass die aus der alten Pharmafirma stammenden neuen Aufsichtsratsmitglieder wie auch der neue Forschungsvorstand zurückgetreten bzw. des Amtes enthoben wurden. Als Grund hierfür entpuppt sich, dass eine konkurrierende Pharmafirma die aus der Fusion entstandene Pharmafirma kaufen will, jedoch deren Rendite und Produktportfolio vorher optimiert haben möchte. Mit der Optimierung ist wiederum die Beraterfirma beauftragt worden. Diese will die Optimierung durch drastische Verminderung des Personals und durch Einstellung aller Arbeiten an den nunmehr auch von der Geschäftsleitung als mangelhaft wirksam angesehenen Entwicklungsprodukten erzielen.

Gregor bekommt von dem Personalleiter und von der Beraterfirma die Schuld am Scheitern der Entwicklungsprodukte zugeschoben. Der Personalleiter hat den Auftrag, das Beschäftigungsverhältnis mit Gregor aufzulösen. Gregor muss erkennen, dass er dem Angebot einer Auflösung des Beschäftigungsverhältnisses nicht ausweichen kann.

Zum Schluss steht Gregor vor den Scherben seines Lebensinhaltes. Leidenschaftlich hat er sein Leben der Forschungsarbeit gewidmet. Sein Ziel war die Findung eines neuen Arzneimittels gegen Nervenkrankheiten gewesen. Doch seine Erfolg versprechenden Ideen und Ansätze wurden ihm am Institut durch Diebstahl im Kollegenkreis und in der Pharmafirma durch die Entscheidungen seiner Vorgesetzten zu Nichte gemacht. Nunmehr droht ihm sogar der Verlust seiner Arbeitstelle.

Weil Gregors Forschungsarbeit in seinem Leben absoluten Vorrang hatte, wurde er von seiner ersten Frau und den gemeinsamen Kindern verlassen und ist ihm seine zweite Frau fremd geblieben.

Nur sein Smoking ist ihm als Erinnerung geblieben. Diesen Smoking hatte er sich für die Hochzeit mit seiner ersten Frau gekauft, dann über Jahrzehnte im Schrank belassen und erst wieder bei der Verleihung des Preises der Wissenschaftsvereinigung angezogen. Durch dieses Ereignis spürt Gregor, in welchem Ausmaß ihm der Smoking ans Herz gewachsen ist.

Nun sucht Gregor Schutz in diesem Smoking, wandert mit ihm ziellos umher und verirrt sich schlussendlich auf der Flucht vor seinem Leben.

Nur ein streunender Hund gesellt sich zu Gregor, angelockt vom dem Schweiß, der ihm bei der Preisverleihung vom Körper geflossen war und der noch im Smoking steckt, weil er ihn wegen seiner Forschungsarbeit aus Zeitmangel noch nicht hat reinigen lassen.    

Jens Kleinbäuerle beschreibt den Wissenschaftler Gregor Retzlich, sein Verhalten, seine Entscheidungen, Gedanken, Ängste und Glücksgefühle derart nüchtern und treffend, dass der Schwachsinn hinter den zahlreichen Äußerungen, Erlebnissen und Entscheidungen der Figuren des Romans und den fragwürdigen Rollen des Forschungsleiters, des Forschungsvorstandes und der Beraterfirma vom Leser bewusst in einer Weise wahrgenommen werden kann, als wäre er dabei gewesen.

Ja, genau so oder so ähnlich habe ich das eine oder andere Ereignis erlebt, werden so manche beim Lesen dieses Romans empfinden können.

 

Männer aus kaum vergangener Zeit

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"Vom Irrtum der Spielfiguren" lässt den Lehrer Lukas erzählen, welcher aus beruflicher Frustration heraus in einem Gedankenspiel die Gelegenheit ergreift, sich Spielfiguren wie einen Halbstarken, dessen Kommunardinnen, einen Soziologen, einen Politiker und einen Theologen auszusuchen und mit Hilfe dieser Spielfiguren die Öffentlichkeit so zu verängstigen, dass der Politiker in die Lage versetzt wird, die politische Macht zu ergreifen und diese für seine Ziele, zum Vorteil aller Spielfiguren und zu Lasten der Gesellschaft zu nutzen. Jeder kann Erfolge für sich selbst verbuchen, aber keiner kann die politische Macht für sich sichern. Alle scheitern hierbei an dem Irrtum, dem sie erlegen sind.

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